NON NOBIS, DOMINE, NON NOBIS, SED NOMINI TUO DA GLORIAM

Geschichte des Templerordens

Der Templerorden wurde von Hugo de Payens, Gottfried de St. Omer und sieben weiteren Rittern im Jahre 1118 gegründet, um die Pilger auf dem Weg ins Heilige Land zu beschützen. Der Name Templer leitet sich aus den Gebäuden des ehemaligen Tempel Salomons ab, die ihnen von König Balduin II. von Jerusalem überlassen wurden. Im Jahre 1128 wurde die Regel der Templer auf dem Konzil von Troyes von Papst Honorius II bestätigt, an deren Abfassung sowohl Hugo von Payens als auch der Abt Sankt Bernhard von Clairvaux maßgeblich beteiligt waren. Damit wurde der Templerorden der erste christlich-monastische Ritterorden der Geschichte.

In seiner Folge entstanden weitere Ritterorden nach dem Vorbild der Templer, so z.B. der Hospitalorden von St. Johannis zu Jerusalem.
 
Der Templerorden entwickelte sich rasch zu einem führenden Orden und beteiligte sich an Kreuzzügen und der Bewachung der Pilgerstraßen. Daneben bauten die Templer das erste grenzüberschreitende Zahlungsverkehrsnetz auf und trugen so zum internationalen Handel bei.

Sein trauriges Ende fand der Templerorden in den Jahren 1307 bis 1314. Nachdem im Jahre 1302 die letzten Gebiete des Heiligen Landes endgültig an die Sarazenen verloren gingen, hatte der Templerorden seine eigentliche Aufgabe verloren. Auf Drängen des Königs Philipp von Frankreich wurde der Orden gestützt auf falschen Anschuldigungen im Jahre 1312 durch Papst Clemens V. aufgelöst. Der letzte Großmeister Jacques de Molay sowie der Präzeptor der Normandie Geoffroi de Charnay wurden im Jahre 1314 öffentlich auf dem Scheiterhaufen verbrannt.

Durch die Entdeckung der Verhörprotokolle von Chinon (Pergament von Chinon) im September 2001 in den Archiven des Vatikans durch die Historikerin Prof. Dr. Barbara Frale wurde herausgefunden, dass Papst Clemens V. von der Unschuld des Templerordens wusste und die führenden Templer, inklusive Jacques de Molay, am 12. August 1308 durch ranghohe Kardinäle absolutieren ließ. Clemens konnte sich aber letztlich nicht gegen Philipp durchsetzen, der hochverschuldet war und es auf das Vermögen des Ordens abgesehen hatte.

Der Geist des Templerordens ist niemals untergegangen. Die ehemaligen Tempelritter sind in andere Ritterorden gewechselt. In Portugal wurde im Jahre 1317 der Christusorden und in Aragon der Montesa-Orden gegründet, die die heimatlosen Templer aufgenommen haben. Der Christusorden wurde nur wenig später mit den gleichen Privilegien wie der Templerorden ausgestattet.
 
In Schottland wurden die Tempelritter weder verfolgt, noch hat der Templerorden je aufgehört zu existieren, so dass auch heute noch von einer ungebrochenen Sukzession ausgegangen werden kann.
 
Der Templerorden wurde im Jahre 1705 unter dem Namen Ordre du Temple in Versaille als Laienritterorden rekonstruiert. Eine Kommission unter Kaiser Napoleon I. stellt 1805 die Unterschuld des Ordens fest. In der Folge übernahmen König Ludwig XVIII. von Frankreich 1814 das Protektorat über den Orden und Kaiser Napoleon III. bestätigte im Jahre 1853 die Statuten des Ordo Supremus Militaris Hierosolymitani.
 
Der Templerorden ist auch Heute noch lebendig und weiterhin eine Quelle der Inspiration. Die meisten modernen Templerorganisationen verbindet das Bemühen, die christliche Spiritualität und das Ritterideal zu vereinen und in einer zeitgemäßen Form zu praktizieren.
 
Der ökumenische Ordo Templariorum steht in der Tradition und Nachfolge des historischen (12. Jahrhundert) und des im 18. Jahrhundert wiederbelebten Templerordens, zu dem er in der ritterlichen Sukzession steht. Im Jahre 2008 hat sich die Bruderschaft eine neue Regel gegeben, die den Verhältnissen eines dritten Ordens im 21. Jahrhundert gerecht wird und den christlich-ritterlichen Geist der Tempelritter bewahrt.
 
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Templerorden - Ordo Templariorum

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